DIE ANFÄNGE

Begeisterte Fußballspieler ergriffen im August 1951 die Initiative und gründeten den FC Au. Die ersten Spiele wurden zwischen Au-Sonnseite und Au-Schattseite auf den Viehweiden „Wiederstöck“ und „Reute“ ausgetragen. Später fanden die Spiele dann zum Ärger der Bauern auf frisch gemähten Wiesen statt, ehe die Gemeinde ab 1954 vom „Adlerwirt“ für 4.000 Schilling eine Wiese pachtete.

Ab 1955 spielte der FC Au unter Trainer Franz Gaida als dritter Wälderverein (neben Sulzberg und Egg) erstmals in der Vorarlberger Meisterschaft mit. Zu den Auswärtsspielen nach Lochau, Hörbranz, Hohenweiler usw. fuhr man mit einem Lastwagen der Baufirma Rüscher und später mit dem Opel eines Spielers, in den sich die ganze Mannschaft (!) hineinzwängte. 1957 wurde die höchste Niederlage in der Geschichte des FC Au verzeichnet. Durch eine stark ersatzgeschwächte Auer Mannschaft (mit nur 8 Spielern) lautete das Ergebnis gegen den FC Wolfurt 0:17.
Letzte und vorletzte Plätze standen in der 1. Klasse Unterland auf der Tagesordnung. Den „Höhepunkt“ nach 10 Vereinsjahren erreichten die Auer 1960 mit dem 8. Rang unter 11 Teams, dem jedoch postwendend der absolute Tiefpunkt folgte: 1961 standen zu wenige Spieler zur Verfügung und der Verein bestand nur noch auf dem Papier.

ERSTE ERFOLGE IN DER WÄLDER-LIGA

Es dauerte zehn Jahre bis eine neue Welle der Fußballbegeisterung durch die Auer Gemeinde ging: 1971 erfolgte die Gründung der Bregenzerwald-Liga und somit wurde auch der FC Au wieder zum Leben erweckt. Nach der Neugründung unter Obmann Peter Fuchs lief es für die Auer ausgezeichnet, sodass sie am Ende der Saison den Vizemeistertitel feiern konnten. Diesen erreichte man auch 1977, daneben gab es zwei Jugendmeistertitel 1977 und 1978.

Die 80iger Jahre des FC Au waren geprägt von Höhen und Tiefen. So folgte dem Absturz 1985 auf Rang 11 der erste Meistertitel in der Wälder-Liga 1986 unter Spielertrainer Josef Horvath. Doch mit dem Verzicht auf den Aufstieg ging auch die Motivation verloren, sodass man sich in den darauffolgenden Jahren mit zwei letzten Plätzen  zufrieden geben musste.

Neuen Schwung in die Truppe brachte 1988 Trainer Werner Gojo. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, bereits in der Saison 1988/89 konnte der Wäldermeister-Titel erkämpft werden. Doch auch dieses Mal verzichtete die Mannschaft auf den Aufstieg in die 2. Landesklasse, nicht zuletzt im Hinblick auf die geplante Fußballplatzsanierung 1990.

Im Herbst 1989 wurden alle Spiele zu Hause ausgetragen, da noch im selben Jahr mit dem Umbau des Platzes begonnen wurde. Auch der Nachteil, alle Frühjahrsspiele auswärts austragen zu müssen, hinderte die Auer nicht daran, sich zum zweiten Mal hintereinander den Wälder-Titel zu holen. Nun stand dem Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse endgültig nichts mehr im Wege. Der Aufstieg in eine mit namhaften Vereinen (Lauterach, Götzis, Kennelbach) bestückte 2. Landesklasse brachte trotz guten Spielen mit knappen Niederlagen allerdings den sofortigen Wiederabstieg.

DIE 90ER

Unter Obmann Gottlieb Kohler konnten die Fußballplatzsanierung im Jahre 1990 sowie der Clubheimneubau im Jahre 1994 realisiert werden. Ein besonderer Dank gilt hier der Gemeinde Au, vor allem dem leider viel zu früh verstorbenen Bürgermeister Georg Ammann, der uns allen als besonderer Freund und Förderer des FC Au in Erinnerung bleibt.
1996 wurde die bei allen beliebte Wälderliga durch einen Verbandsbeschluss aufgelöst und alle Vereine wurden in Landesklassen eingeteilt. Der FC Au spielte in der 3. Landesklasse, wo immer wieder Teilerfolge erzielt wurden. Die erhofften größeren Erfolge blieben aber aus.

Factbox FC Au

Gründungsjahr: 1951

Vereinsfarben: blau / weiß

Mitglieder: ca. 160 aktive | 30 passive

Hauptsponsor: Raiffeisenbank Au

Postanschrift:
Herbert Natter, Lugen 172/8, 6883 Au

Der FC Au im Jahr 1958: hinten v.l.n.r.: Johann Moosbrugger, Reinhold Felder, Anton Wüstner, Markus Nachbaur, Karl Lorenzi, Josef Lorenzi vorne v.l.n.r.: Karl Moosmann, Hans Rüscher, Hermann Kaufmann, Leonhard Muxel, Edwin Moosbrugger
Quelle: Vorarlberger Volksbote, 8. Juni 1990
Meistermannschaft des FC Au im Jahr 1990: hinten v.l.n.r. Gottlieb Kohler, Markus Moosbrugger, Sigi Schwarz, Joachim Muxel, Werner Moosbrugger, Walter Greber, Markus Graf, Josef Horvath, Alfred Madlener, Trainer Werner Gojo; vorne v.l.n.r. Stephan Muxel, Martin Albrecht, Martin Beer, Martin Meusburger, Markus Raich, Helmut Lorenzi, Joe Witwer
Jubel über den Meistertitel in der Saison 2004/05
Quelle: VN, Herbst 2010
Meisterehrung 2011
Überwältigende Kulisse bei den VFV-Abschlussturnieren im Rahmen der 50-Jahr-Feier

NACH DEM JAHRTAUSENDWECHSEL

Den Tiefpunkt setzte es dann in der Saison 2001/02, als die erste Mannschaft in die neu gegründete 4. Landesklasse absteigen musste. Erst durch den Meistertitel unter Trainer Patrick Feurstein in der Saison 2004/05 konnte der Wiederaufstieg in die 3. Landesklasse geschafft werden.

Höhepunkte im Nachwuchs waren der Meistertitel der Knaben A im unteren Play-Off 2001 und der U13 im Jahr 2005 in der Liga Bregenzerwald. Wenn immer möglich, war und ist der FC Au bestrebt, in allen Altersklassen ohne Spielgemeinschaft Mannschaften zu stellen. Vor allem in den älteren Jahrgängen hatte man zwar immer wieder mit Personalknappheit zu kämpfen, aber durch Zusammenarbeit zwischen den Teams konnten die Saisonen meist gut über die Bühne gebracht werden. In einzelnen Jahren schloss man sich bei U16 oder U17-Mannschaften mit anderen Hinterwälder Vereinen zu Spielgemeinschaften zusammen.

Unter Obmann Florian Horvath begann eine rege Bautätigkeit. So konnte im Jahr 2004 neben dem bestehenden Rasenplatz ein Sandplatz für Trainingszwecke errichtet werden. Gleich nach dem Meistertitel 2005 konnte der Neubau des Kioskgebäudes realisiert werden.

DIE ERFOLGREICHE SAISON 2010/11

Wenn der FC Raiffeisen Au zuschlägt, dann gleich mehrfach!

In der Meisterschaftssaison 2010/11 erreichte die Kampfmannschaft unter Trainer Gerd Holzknecht aus Wolfurt in 26 Spielen 51 Punkte. Mit einem Torverhältnis von 65:33 kassierte man am wenigsten Gegentreffer der gesamten Liga. Nach einem unglaublich starken Herbstdurchgang schwächelte das Team im Frühjahr leider etwas und machte damit die Meisterschaftsentscheidung noch einmal spannend. Im Herzschlagfinale hatte aber Mitaufsteiger SV Gaißau das Nachsehen und der FC Raiffeisen Au konnte den Meistertitel feiern. Seit 20 (!) Jahren spielte der FC Raiffeisen Au nun erstmals wieder in der 2. Landesklasse!

Aber auch im Nachwuchsbereich erzielte man beachtliche Erfolge:
die U17 SPG mit Bezau, Bizau und Mellau erreichte unter Trainer Alex Schwärzler im Unteren Play-Off den Gruppensieg. Und die U12 Mannschaft unter Leitung von Alfred Madlener konnte in ihrer Gruppe ebenfalls als Sieger die Saison beenden!

Ein weiteres Highlight war die 50-Jahr-Feier des FC Au im Juni 2011. Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse im Auer Achstadion gingen zwei absolute Schlagerspiele (Austria Lustenau – Unterhaching sowie Vorderwald- gegen Hinterwald-Auswahl) über die Bühne. In den Halbzeitpausen erfolgten die Meisterehrungen für die Kampfmannschaft und die SPG U17. Am Abend wurde das Jubiläum im Festzelt ausgiebig gefeiert. Beim VfV-U7-Abschlussturnier am Sonntag waren schließlich bei traumhaftem Sommerwetter rund 500 begeisterte Nachwuchstalente im Einsatz. Der FC Raiffeisen Au bekam für die Organisation dieses Turniers Lob von allen Seiten.

Sportliches Auf und Ab

Bereits während der Meistersaison hatte Trainer Gerd Holzknecht erklärt, nicht mehr als Trainer zur Verfügung zu stehen. In den darauffolgenden Saisonen kam es zu mehreren Trainerwechseln.

Wie schon beim ersten Antritt 1990/91 erfolgte auch 2011/12 der sofortige Wiederabstieg aus der 2. in die 3. Landesklasse. In der Saison 2013/14 musste man sogar wieder den Gang in die 4. Landesklasse antreten. Unter dem Trainerduo Patrick Feurstein (Herbst) und Norbert Büchele (Frühjahr) konnte aber über die neu eingeführte Relegation die Rückkehr in die 3. Landesklasse geschafft werden.

2012/13 nahm der FC Raiffeisen Au zudem erstmals mit einer 1b Mannschaft am Spielbetrieb teil, und zwar in Form einer Spielgemeinschaft mit dem FC Schwarzenberg. Diese wurde nach vier Jahren wieder aufgelöst.

Im Nachwuchs schaffte die U16 SPG im Frühjahr 2014 unter den Trainern Günther Meusburger und Martin Moosbrugger den Sieg im Unteren Play Off D. Insgesamt wurde der Zulauf im Nachwuchsbereich erfreulicherweise immer größer. Diese Euphorie wurde 2016 mit gleich zwei Meistertiteln für die U11 unter Trainer Norbert Purin und für die U12 unter dem Trainerduo Mohammed El Abdellaoui und Stefan Riedlinger gekrönt. Nach vielen Jahren Pause nimmt seit der Saison 2016/17 auch wieder ein Mädchen-Team am Meisterschaftsbetrieb teil.

OBMÄNNER SEIT 1951

1971-1972   Peter Fuchs
1972-1975   Josef Albrecht
1975-1976   Gerhard Feuerstein
1976-1980   Anton Wüstner
1980-1984   Peter Strolz
1984-1998   Gottlieb Kohler
1998-2000   Alfred Madlener
2000-2003   Martin Meusburger
2003-2006   Florian Horvath
2006-2010   Gottlieb Kohler
2010-             Herbert Natter

Erfolge der näheren Vergangenheit

In der Saison 2016/17 ist von den Nachwuchsteams besonders die U12 hervorzuheben, die nach dem Herbstmeistertitel im Frühjahr in der besten Gruppe des Landes den sehr guten 3. Platz belegte. Auch die erstmalige Teilnahme mit einer eigenständigen U18 am Meisterschaftsbetrieb kann als durchaus gelungen bezeichnet werden.

Die Saison 2017/18 brachte dann doch einige unerwartete Erfolge und schlussendlich den so eigentlich nicht geplanten Aufstieg in die 2. Landesklasse. Im Herbst blieb die erste Mannschaft mit Trainer Christian Klaunzer ungeschlagen und holte den Herbstmeistertitel. Im Frühjahr lief es nicht mehr ganz so rund, so musste man den Meistertitel dem SC Röthis 1b überlassen, stieg aber als Tabellenzweiter doch zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in die 2. Landesklasse auf. Noch bemerkenswerter waren aber die Leistungen im Cup. Durch Siege über Krumbach und die höherklassigen Teams aus Thüringen, Schruns und Götzis erreichte man erstmals überhaupt das VfV-Cup-Viertelfinale. Dort war gegen Regionalligst Hard Endstation.

Im Nachwuchs zeigte wieder die U12 auf: Nach dem Herbstmeistertitel in ihrer Gruppe musste man sich im Frühjahr in der besten Gruppe des Landes nur dem SCR Altach geschlagen geben. Dass mit Niko Muxel, Lorenz Beer, Paul Riedlinger und Christopher Olivier die Hälfte der Bregenzerwälder Spieler in den Auswahlen/Akademien des VfV aus unserem Verein stammen, ist ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit der letzten Jahre.

Im Bereich der Infrastruktur wurde im Sommer 2018 im Mittelbereich des Platzes ein 20 Meter breiter Hybridrasen verlegt. Der FC Raiffeisen Au ist der erste Verein im Land, der auf diese Mischung zwischen Natur- und Kunstrasen vertraut.

Aufstieg von der 3. in die 2. Landesklasse nach der Saison 2017/18

SPORTLICHE ERFOLGE KAMPFMANNSCHAFTEN

1972    Vizemeister Bregenzerwald
1977    Vizemeister Bregenzerwald
1986    Meister Bregenzerwald
1989    Meister Bregenzerwald
1990    Meister Bregenzerwald
2005    Meister 4. Landesklasse
2005    Meister Reserve Mittleres Play-Off Unterland
2011    Meister 3. Landesklasse
2015    Aufstieg 4. Landesklasse über Relegation
2018   Vizemeister 3. Landesklasse

SPORTLICHE ERFOLGE NACHWUCHS

Im Nachwuchsbereich konnten durch eigene motivierte und gut ausgebildete Nachwuchstrainer ebenfalls beachtliche Erfolge erzielt werden:

1977    Meister Jugend Bregenzerwald
1978    Meister Jugend Bregenzerwald
1993    Meister Knaben-B Bregenzerwald
1996    Meister Knaben-A Bregenzerwald
1997    Meister Schüler Bregenzerwald
1999    Meister Jugend Bregenzerwald
2000    Meister Knaben-A Unteres Play-Off Bregenzerwald
2005    Meister U13 Bregenzerwald
2011    Meister U17 SPG Unterer Play-Off B
2011    Meister U12 Gruppe 2
2014    Meister U16 SPG Unteres Play-Off D
2016    Meister U11 Bregenzerwald
2016    Meister U12 Gruppe B